Rede in Öhringen am 9.1.2016

Rede vom 9.1.2016 zum runterladen

Burka unterm Minirock

Rede

 

Ihr habt bestimmt auch davon mitbekommen, daß am 24.12. ein Polizist in Hessen erstochen wurde. Anlaß dazu war, daß die zwei Polizisten zu einer Fahrkartenkontrolle herbeigerufen wurden. Der Täter weigerte sich, seine anscheinend nicht vorhandene Fahrkarte zu zeigen. Daraufhin wurden die Polizisten gerufen. Der getötete Polizist gab nach Medienberichten noch zwei Schüsse auf den Täter ab, ehe er dann kurze Zeit später verstarb. Der Täter war auf Bewährung draußen. Als wäre es nicht schlimm genug, daß der Mann bei einer läppischen Fahrkartenkontrolle getötet wurde, hetzte man bei der berühmten Plattform linksunten. Indymedia gegen die Polizisten. Ich lese mal auszugsweise vor, was darin stand.
Indymedia Polizistenmörder

 

Anscheinend wurde dieser Artikel kurze Zeit nach seiner Veröffentlichung wieder gelöscht. Jetzt sind die Antifaschisten dort natürlich beleidigt, daß dieses Thema in größeren Zeitungen behandelt wurde und sogar in der Bildzeitung stand, es sei „unfaßbar“. Ein anonymer Kommentator meinte, es könnte ja auch ein Polizist, Nazi oder Verfassungsschützer gewesen sein, damit man sich mal wieder über die Linken aufregen kann und nicht immer nur über die Rechten. Könnte ganz lustig sein, wenn der Anlaß nicht so traurig wäre. Der Mann hinterläßt seine Frau mit vier Kindern.

Ich bitte Euch nun, legen wir eine kurze Gedenkminute ein.

Danke!

 

Jetzt hab ich zwei Leserbriefe. Den ersten wollte ich schon Ende letzten Jahres vorlesen. Ich wurde gebeten ihn vorzulesen.

„Kein ruhiges Hinterland

Wie ich erfahren mußte, werden auf einer Anti-faschistischen Internetseite Fotos der Redner und Teilnehmer der Öhringer Kindgebung mit Namen und evenuteller Parteienzugehörigkeit veröffentlicht. Die Persönlichkeitsrechte werden massiv verletzt, bzw. sie scheinen uns gegenüber nicht mehr existent zu sein. Die Bilder von circa 100 Personen besitzen die Charakteristik eines Steckbriefes, nur das „wanted dead or alive“ fehlt noch als finale Aufforderung. Teilweise werden dreiste Lügen verbreitet. Wer mich kennt, kennt auch meine grundsätzliche Ablehung gegenüber Parteien. Trotzdemi wird diffamiert, ich sei ein NPD Aktivist. Ich bin nirgends Parteimitglied, besuche keine politische Parteiveranstaltung, gehe nicht wählen und unterhalte keinerlei Kontakte zu irgendeiner Partei. So fühle ich mich als autonom Denkender angezogen von den parteiunabhängigen Problembürgern in Öhringen.

Mit freundlichen aber parteilosen Grüßen

H-J S“

 

Der andere ist von mir. Ich wurde in der HZ von einer Frau Weiß aus Oberkotzau bei Halle an der Saale netterweise in den Kongo eingeladen, um mir dort mal ein Bild von den Flüchtlingen zu machen. Sie würde außerdem gerne mal mit mir reden, hieß es in dem Artikel. Da sie anscheinend so gut informiert ist, weiß sie ja auch, daß wir hier immer am Samstag auf dem Platz stehen.

„Probleme ohne Tabus angehen

Ich danke für die Einladung in den Kongo. Die Flüchtlinge im Kongo und die Masse der hierher kommenden Flüchtlinge unterscheiden sich erheblich. In meinem Auslandsjahr in Afrika habe ich viel Elend , aber auch viel Reichtum unter den Afrikanern gesehen. Wenn Frau Weiß sich mit unseren Anliegen wirklich befaßt hätte, wüßte sie, weshalb wir gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik sind: Hier werden Unmassen an Geldern verbraucht, die vor Ort viel sinnvoller und effektiver eingesetzt werden könnten. Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind auf dieser Welt, während hier für viele Euro-Millionen überhaupt erst einmal Unterkünfte errichtet werden müssen. Wir fordern Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort. Wir trauen den Menschen in Afrika zu, daß sie selbständig ihre Probleme lösen könnten, wenn nicht immer wieder Spekulanten sowie Staaten und Gruppierungen Bodenschätze ausbeuten wollten, die Menschen gegeneinander hetzen würden, so daß keine Ruhe einkehrt. Auch z.B. die Missionsarbeit der Kirchen fördert letztlich wieder Konflikte mit anderen Glaubens-gemeinschaften vor Ort. Nebenbei verdient auch die Waffenindustrie fleißig an den geschürten Konflikten. Es ist gut, wenn es zu interkulturellen Unterstützungen kommt. Das sollte aber aus Respekt vor der Eigenständigkeit der Völker niemals bevormundend oder missionierend geschehen. Wer Probleme lösen will, muß sich ohne Tabus mit allen Seiten des Problems befassen, sonst wird er auf Grund ideologischer Sichtweisen die Probleme nicht lösen sondern verschärfen.“

 

Ich hab den Leserbrief gestern an die Zeitung geschickt. Mir wurde inzwischen auch schon mitgeteilt, daß er nicht veröffentlicht wird, da er anscheinend zu viele Mutmaßungen enthält, aber ich wollte ihn Euch nicht vorenthalten.

 

Nun kommt ein ziemlich aktuelles Thema mit der Überschrift: Köln ist schon bald überall!

Also es ist schlimm genug, wenn die Hauptmedien erst nach vier Tagen darauf kommen, was sich dort in der Nacht abgespielt haben soll. Statt daß nun nach wirklichen Lösungen gesucht wird, heißt es:

  1. Die Polizei sei an allem Schuld, sie seien zu untätig gewesen und hätten nur zugeschaut von der Domplatte. Na klar, das Feuerwerk, das in die Menge geschossen wurde, war ja so entzückend anzuschauen. Da kann man die Welt um sich herum mal vergessen. Wer hat denn in den letzten Jahren immer mehr Polizeistellen abgebaut? Wer hat bei der Polizei dermaßen gekürzt, daß sich manche Kollegen einen Helm teilen müssen? Ich frage, wer war denn das? Es heißt überall, es seien Männer nordafrikanischen und arabischen Aussehens gewesen. Doch nein, das hat natürlich alles nichts mit den Flüchtlingen zu tun. Die sind froh, wenn sie was zu essen und zu trinken haben. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, sagte, es seien der Kölner Polizei vom Land Nordrhein-Westfalen Einsatzkräfte für den Einsatz in der Silvesternacht am Hauptbahnhof verweigert worden. Was steckt dahinter? Und auch hier wieder, wer steckt dahinter? Wer hat den armen Frauen und Mädchen das eingebrockt?
  2. Oberbürgermeisterin Reker sucht nach einfachen und durchführbaren Lösungen, die auch wirklich alle Menschen verstehen. Sie überlegte, wie Frau sich zukünftig davor schützen kann und empfahl eine Armlänge Abstand zu Fremden zu halten. Das hat ihr wohl erst jemand nach dem furchtbaren Messerangriff auf sie empfohlen. Sonst wäre das damals ja auch nicht passiert. Obwohl, vielleicht wäre es ja noch verheerender gewesen, denn ich finde, sie hat das ganz schön gut weg gesteckt, einen Stich in den Hals und einen in den Bauch. Den Messertyp hab ich mir mal im Internet angeschaut. Es gibt dieses Messer mit Klingen ab 12cm. Das macht die ganze Sache noch erstaunlicher, denn ich hab mal nachgemessen an meinem Hals, wieviel 12 cm sind. Und da ginge zumindest bei mir das ganze Messer durch. Es wird wohl doch an der Armlänge gelegen haben…

Übrigens bin ich der Meinung, Frau Reker sollte nach diesen Aussagen zurücktreten. Denn bisher hat sie noch nicht überlegt, wie sich die Männer verhalten sollen, damit so etwas nicht mehr passiert. Und, Köln Hauptbahnhof ist einer der best überwachten Orten in Köln. Wo sind die ganzen Aufzeichnungen? Oder war da zufälligerweise Stromausfall?

  1. Die Politiker haben ganz unterschiedliche Ansichten, wie man das Problem lösen kann.

Frau Merkel: Es sei zu prüfen, ob man bisher bei der Ausweisung straffälliger Ausländer genug getan habe – hier müssten klare Zeichen gesetzt werden.

Vize-Kanzler Sigmar Gabriel: will alle rechtlichen Möglichkeiten ausloten, um kriminelle Asylbewerber in ihre Heimat zurückzuschicken. Zu prüfen sei auch, wie der Grundsatz „Haft im Heimatland“ wieder verwirklicht werden könne. Er betont richtigerweise, warum die Deutschen die Haft für Ausländer bezahlen soll.

Generalsekretär Peter Tauber: forderte mehr Videoüberwachung und mehr Licht auf öffentlichen Plätzen von Großstädten. Außerdem mehr Polizeipräsenz. Da frage ich mich, woher nehmen, wenn nicht stehlen? 😀 Auch Innenminister Thomas de Maizière tritt für schärfere Sicherheitsvorkehrungen wie mehr Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen ein.

 

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier fordert darüber hinaus eine bessere Koordination von Landes- und Bundespolizei.

Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner drängt währenddessen auf eine Pflicht zur Integration von Zuwanderern per Gesetz. Sie ist auch der Meinung, man müsse ganz frei von Scheuklappen, aber auch ohne Pauschalisierungen“ darüber sprechen, wer welchen Hintergrund und welche Frauenbilder habe.

Grünen-Politikerin Claudia Roth forderte einen stärkeren Einsatz gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Sie ist aber auch davon überzeugt, daß es diese Art von Gewalt schon lange Zeit hier in Deutschland gibt.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt ist der Meinung, es müssten Strafverfahren schnell abgeschlossen und Täter sehr rasch zur Verantwortung gezogen würden. In besonders schweren Fällen gebe es bereits jetzt die Möglichkeit der Ausweisung straffälliger Asylbewerber.

Das Beste bringt aber die Flüchtlingsbeauftragte der Regierung, Aydan Özoguz. Sie sei erschrocken über die Reaktionen von rechts. Sie sei arlamiert, wie Rechtsextreme die Übergriffe bereits zur Hetze und Stimmungsmache gegen Flüchtlinge nutzten.

Da bekomm ich so einen Hals, echt.

Und: Sie warne davor, geflohene Menschen unter Generalverdacht zu stellen.

Das macht auch keiner. Aber man soll das Kind beim Namen nennen und nicht um den heißen Brei rumreden.

Das meinen also die Politiker.

Ich sag Euch was, dieses Phänomen gab es nach meinen bisherigen Kenntnissen auch in Finnland, in der Schweiz und in Österreich. Aber das hat ja alles nichts miteinander zu tun. Nein, natürlich nicht.

Nun frage ich mich, weshalb hatten wir solche Aktionen nicht eigentlich schon früher, vor ein paar Jahren, als die Welt in Nordafrika und im Nahen Osten noch heile war und die Menschen nicht alle fliehen mußten? Was sagen eigentlich die Feministinnen dazu? Wo ist deren Aufschrei?

Ach übrigens, ich hab noch was interessantes gefunden. Das Auftreten von solchen Mob-angriffen gibt es seit einigen Jahren in manchen Ländern im Nahen Osten und Nordafrika. Mal überlegen, wo kamen die Täter nochmal her?

Ich zitiere:

„Von November 2012 an bekamen diese Angriffe des Mobs einen neuen Charakter, als sie besser organisiert wurden. Dieser Charakter zeigte sich durch die Formierung eines konzentrischen Kreises von Männern, die eine einzelne Frau umringten, bevor sie sie auszogen und vergewaltigten.“

From November 2012, mob attacks took on a new character as they became more organized, manifesting themselves through the formation of concentric rings of men surrounding a single woman before they stripped and raped her (Ahram Online 2013).

 

Es ist echt schlimm, je mehr ich schaue, desto mehr Infos kommen dazu. Es geht um die Verhaftung zweier Verdächtiger, einer aus Marokko, der andere aus Tunesien.

Ich zitiere den Focus:

„Bei der Festnahme hatten die Polizisten zudem Zettel in den Taschen der Männer gefunden. Darauf standen arabische Worte und daneben vermutlich deutsche Übersetzungen, im Wortlaut: „Ich töte Dich“ und „Ich will fucken große Brüste“. Auch das französische Wort „Surprise“ stand auf den Zetteln, samt Übersetzung „Überraschung“. [1]

Zitatende

So langsam gehen auch die Leitmedien davon aus, daß es möglicherweise organisiert sein könnte.

Ach ja, und noch was. Das Asylverfahren ist erst ab einer Haftstrafe von 3 Jahren gefährdet.

Und jetzt beende ich das Ganze hier auch. Eigentlich wollte ich Euch was über das Grundgesetz erzählen. Das mache ich nächste Woche. Gut wäre es, wenn ihr einen Stift, besser noch einen Textmarker mitbringt. Dann schauen wir da mal zusammen rein.

So, und bevor jetzt der nächste Redner dran ist, singen wir gemeinsam noch ein Lied. Die Zettel habt ihr schon bekommen. Ich sing es Euch mal vor, wer es kennt, darf gerne mitsingen. Obwohl ich es ja gewohnt bin von unserem Weihnachtsspaziergang, fast alleine zu singen. J Deswegen üben wir das Lied schonmal, damit es dann beim nächsten Spaziergang besser klappt. Das ist sonst ziemlich armselig, wenn da so viele Menschen so lausig singen.

 

[1] http://www.focus.de/regional/koeln/zwei-festnahmen-in-koeln-nordafrikaner-machten-videos-der-belaestigungen-und-drohungen_id_5196807.html

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