kurzmitteilung Saudi-Arabien erhält hohe Position im UN-Menschenrechtsrat

Der Botschafter Saudi-Arabiens in Genf ist der neue Vorsitzende eines fünfköpfigen Gremiums im Menschenrechtsrat der Vereinigten Nationen. Kritiker verstehen die Welt nicht mehr. Die Frau des kürzlich ausgepeitschten Bloggers Raif Badawi bezeichnete die Aktion als „skandalös“.

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Es ist kein Aprilscherz und auch keine Satire: Obwohl Saudi-Arabien mit Menschenrechten, wie etwa Meinungsfreiheit oder körperliche Unversehrtheit, bekanntermaßen nicht sonderlich viel am Hut hat, ist Faisal bin Hassan Trad, Saudi-Arabiens Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, zum neuen Vorsitzenden eines fünfköpfigen Gremiums im UN-Menschenrechtsrat gewählt worden.

Das Land hat die „wohl schlechteste Bilanz der Welt“, was Rechte von Frauen, Minderheiten und Andersdenkenden angeht. Kritiker, darunter die Frau des inhaftierten Bloggers Raif Badawi, der aufgrund abweichender Meinung zu 1.000 Peitschenhieben verurteilt wurde und seither in einem Folterknast dahinsiecht, bezeichnete die neue Position Saudi-Arabiens in den UN als „skandalös“ und sagte: „Öl ist anscheinend wichtiger als Menschenrechte.“

Laut Weltverfolgungsindex des Hilfswerks Open Doors werden in Saudi-Arabien nach Nordkorea die meisten Christen weltweit verfolgt. Frauen benötigen einen männlichen gesetzlichen Vormund, anderenfalls sind sie praktisch handlungsunfähig. Die Strafe für Homosexualität reicht von Peitschenhieben bis Hinrichtung (öffentliche Enthauptung mit einem Schwert).

Wer mit Alkohol erwischt wird, wird ausgepeitscht. In Gefängnissen ist Folter an der Tagesordnung, unter Folter erzwungene Geständnisse sind in Saudi-Arabien rechtsgültig.

Quelle

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